Monat 4 – Segeln

Die Zeit vergeht doch irgendwie schneller als gedacht. Nun ist es schon über einen Monat her, dass sich hier was getan hat.

Auch wenn es auf dem Blog ruhig war, haben Katharina und ich doch einiges erlebt.

Seit Mitte November leben wir auf der „Sandine“ – eine Bavaria 46 Holiday. Mit ihren 15m Länge für uns vier (Skipper Michael, Louise, Katha und ich) ein wahres Luxusschiff.

Sandine

Ein paar Tage in Gran Tarajal auf Fuerteventura, über eine Woche in Santa Cruz (Teneriffa) und einige Tage auf Gran Canaria verbrachten wir mit Sightseeing aber auch mit Bootsreparaturen, Einkaufen für die Überfahrt oder einfach relaxen.

Dann der erste große Törn auf die Kapverdischen Inseln: 8 Tage auf See, ohne Land in Sicht, dafür mit fliegenden Fischen, Delphinen und einem Wal aus nächster Nähe. Einige Tage und auch die Ankunft trübte der Harmattan (ein Wüstensturm mit Sand aus der Sahara): die Sicht war eingeschränkt, die Insel zeigte sich erst spät – man kann verstehen, warum man ohne Navigation an den Inseln vorbei fahren kann – und die Sonne war nur verschwommen zu sehen.

Kap Verden:

Wir sind in Afrika! Die erste Insel war Sao Vincente mit der Stadt Mindelo. Dort liegen wir geschützt am Steg der Marina, genießen die afrikanische Sonne und den schönen Sandstrand mit hellblauen, warmen Wasser.

Mit kurzen Törns erkunden wir seit einigen Tagen die Inselwelt: St. Lucia eine unbewohnte Insel fast ohne Vegetation mit Traumstrand – dort zeitweise wohnende Fischer kauften wir Fisch ab (unsere Angelversuch sind bisher erfolglos).

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St. Nicolau war nur ein Stop für eine Nacht – der Schwell schaukelte uns durch, Anlanden versuchten wir gar nicht. Auf Empfehlung ging es in einem 24h Törn nach Maio – wirklich eine  Trauminsel ohne Touristen, mit herrlichem Strand aber auch hohen, brechenden Wellen. Das Anlanden mit dem Dinghi (Schlauchboot) war immer ein Abenteuer und meistens feucht. Wie gut das die Sonne einen schnell wieder trocknet.

Der letzte Stop und unser Weihnachtsort sollte die Insel Santiago sein. Ankern in der Hafenbucht war ruhig. Die Stadt Praia hat gemischte Gefühle gebracht: anlanden mit dem Dinghi am Strand, damit aber das Dinghi später noch da ist, muss man einen Bewacher bezahlen – ohne Handeln wird man abgezockt. Die Stadt ist zumindest tagsüber schön und man fühlt sich sicher: eine schöne Fussgängerzone, Gemüsemarkt und der Mercado de Sukopira sind echte Highlights. Nachts/ abends möchte ich aber nicht alleine durch die Stadt laufen.

Nun laufen wir doch heute schon nach Brasilien aus und werden die Feiertage und auch Sylvester auf dem Atlantik verbringen. Warum das so plötzlich? Die

Letzte Nacht wurde unser Dinghi mit Außenbordmotor gestohlen. Wir hatten es wie gewöhnlich am Heck der Sandine mit zwei Stricken angebunden – am nächsten Morgen war es trotz an Deck befindlicher Ankerwache weg. Einfach abgeschnitten. Und ohne Dinghi mit Motor kommt man einfach schlecht an Land wenn man ankert.

Der Strick vom Dinghi

Also Planänderung: etwas früher nach Brasilien!

Doch die Dinghi-Geschichte geht noch weiter: kurz nach dem Frühstück kam George (ein Einheimischer) mit seinen beiden Freunden und sagte unser Dinghi würde ohne Motor im Fischereihafen liegen. Da unser Dinghi schon altersschwach war, Löcher hat und daher ständig aufgepumpt werden muss, verschenkten wir den „Müll“ an George. (George hat sich auch mit Eifer bemüht, dass wir der Polizei bestätigen, dass wir das Boot verschenkt haben 😉 )

Nun erledigen wir die lästigen Behördengänge (Ausreise) und die letzten Einkäufe und laufen heute Abend noch aus.

Ihr hört wieder von uns, wenn wir in Brasilien ankommen, vermutlich um den 10. Januar.

Auf www.yardstick.ch könnt ihr auch den Standort der Sandine verfolgen – zumindest solange wir in Küstennähe sind

Uns bleibt noch, euch ein Frohes Weihnachtsfest und einen guten Start ins Jahr 2016 zu wünschen.

Mathias

7 Comments

  1. Gott sei Dank, dass es nur das Beiboot war. Behütete Fahrt. Frohe Weihnachten.

  2. Hallo Katharina!
    Schöne Weihnachten auf dem Meer. Weihnachtsstimmung kommt da sicher nicht auf. Alles Liebe für das Jahr 2016, wohin es dich auch immer bringen wird. Viel Spaß euch weiterhin.
    Liebe Grüße von Ina und Gerd.

  3. Wir wünschen euch Frohe Weihnachten! ??
    und günstige Winde. ?

  4. Gode Reis‘ und glückliche Landung wünschen drei Berliner aus der Sybelstraße (der 4. Mann ist nach wie vor selbst in der Weltgeschichte unterwegs, hat bei 35° C am australischen Strand Weihnachten gefeiert).

  5. die Cous-ab-ine 29/12/2015 um 11:24

    na, all diesen guten überfahrtwünschen schließe ich mich, herzlich grüßend, an!

  6. Heberle, der vom Ton 31/12/2015 um 21:27

    Guten Rutsch ins neue Jahr und mögen sich eure Wünsche erfüllen! Ein gesundes 2016 aus dem 2°C kalten Eisleben, wünscht Frank. Gute Reise!

  7. Euch allen ein gesundes und glückliches neues Jahr 2016! Kommt gut an!
    Viele Grüße, Jens

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